Die gnadenlose Revolution
Ich erinnere mich noch an die Szene: in kleinem Kreis, Sektglas
in der Hand, kanzelte mich 1998 ein ARD-Intendant gönnerhaft
ab: "In drei Jahren redet doch ohnehin niemand mehr vom
Internet!"
Heute sitze ich vor meinem Monitor und sehe mir in diesem totgesagten
Medium über Web-TV ein Interview mit der Fernseh-Ikone Friedrich
Küppersbusch an:
"Das
Fernsehen müsste sich überlegen,
in welchen Nischen des Internet es überleben kann."
Uff - Starker Tobak! Na gut - er pointierte schon immer gerne
(und das auch noch gekonnt). Dennoch: Das gute alte Fernsehen wird auf absehbare Zeit Leitmedium bleiben.
Doch ein Blick auf die Veränderungen
der letzten Jahre und noch mehr auf die aktuellen Entwicklungstendenzen
macht mehr als deutlich, welche Dynamik und Dramatik der derzeitige
Wandel der Medienlandschaft angenommen hat.
Das Internet überrollt noch immer täglich unsere hergebrachten
Vorstellungen von dem, was Medien sind - oder sein sollen. Noch
immer rollen wöchentlich neue Anwendungen und Produkte auf
den Markt, die ihre Zielgruppen und Kunden finden.
Verzweifelt gesucht: Überlebensstrategien
Leidtragende sind zunächst die klassischen Institutionen des
Journalismus. Tageszeitungen
verlieren dramatisch an Auflage und Anzeigenerlösen, die
ersten Giganten geben auf. Radio- und TV-Sender suchen verzweifelt
nach Rezepten, um irgendwie das jüngere Publikum zu halten,
das sich längst ihr neues Leitmedium gewählt hat ("Macht
das Ding aus! Die Ära des Fernsehens ist vorbei.").
TV-Sender sind die nächsten, die vom Internet-Primus Google
unter Druck gesetzt werden.
In den Chefetagen der "klassischen" Medien dämmert
die Erkenntnis, dass ihre Welt vor einem Paradigmenwechsel steht,
guter und erfolgreicher Journalismus nicht an eine bestimmte Form
oder einen Vertriebsweg gebunden ist, dass neue Formen und Denkweisen
gefordert sind.
"Wir
alle müssen diese Regeln verstehen, um nicht abgehängt
zu werden. Es geht nicht mehr zurück. Wer zurückschaut,
wird geschäftlich sterben." (Jeff Jarvis)
Allein: Die dazu passenden Geschäftsmodelle fehlen zumeist
(noch) - man hat in den vergangenen Jahren schlicht verpennt, sie
zu entwickeln. Steht uns damit das Ende unserer Vorstellung von
Journalismus bevor? "Journalismus
macht Spaß und ist interessant. Aber genau genommen ist er
nicht wichtig." (Erik Alterman)
Die Reaktionen reichen von Panik über wilden Aktionismus.
Keiner weiß, wohin, aber jeder macht irgendetwas, um irgendwie
dabei zu sein. Ein Facebook- oder Twitter-Account
hier, ein iPad App da, - Strategien sehen anders aus!
"Crossmedia" und "Konvergenz" geistern als Schlagwort
durch Flure, Entscheidungsgvorlagen und Veröffentlichungen,
ohne dass sich jemand die Mühe macht, diese Begriffe zu verstehen
oder auch nur zu definieren.
Die Medienwelt erlebt eine permanente Revolution, die sich immer
mehr zur Überlebensfrage zuspitzt. Eigentlich traumhafte Zeiten - für neugierige, offene Geister,
die Veränderungen als Chance sehen.
Wo sind die sicheren Lösungen, Strategien, Erfolgsrezepte?
Es gibt sie nicht. Wir befinden uns mitten in einem live-Experiment,
dem radikalen Prozess zur Neudefinition von Medien. Meine Annäherung
an diese Frage habe ich in
Thesen
zur Entwicklung der Medienlandschaft
zusammengefasst.
Mein Konzept: Verstehen, Neugier und Nutzwert
Was macht Kunden und Chef zugleich glücklich? Was zeichnet
ein gelungenes Crossmedia-Produkt aus? Ein trendiges Web 2.0-Gimmick
("Wir müssen auch twittern!"), das neueste CMS, ein
riesiges Budget?
Manchmal auch. Meist aber nicht.
Nach meiner Erfahrung sind es drei simple Faktoren, die über
Erfolg oder Misserfolg eines (Cross-)Media-Produktes entscheiden:
- ein Verständnis der Funktionsweisen und Mediennutzung der
einzelnen Medien auf der Basis einer dezidierten Kundenorientierung
- das ständige Bemühen der Macher um Verbesserung ihres
Angebotes und
- eine unstillbare Neugier: offen zu sein für die Potenziale
neuer technischer Entwicklungen und die daraus resultierenden
inhaltlichen Möglichkeiten:
"Wie kann ich das so nutzen,
dass mein Kunde einen attraktiven Mehrwert erhält?"
Das ist das Erfolgsrezept im Web, darin unterscheiden sich professionelle
Top-Angebote von der billigen Massenware.
Mein Beratungs- und Trainings-Angebot
Seit 20 Jahren arbeite ich als Journalist für Print, TV und
Online (mehr zu mir).
Seit mehr als zehn Jahren bin ich als Berater für Anbieter
der journalistischen Spitzenklasse tätig (vgl. Referenzen),
derzeit vor allem mit diesen Schwerpunkten:
  |
Training der handwerklichen Fähigkeiten (Recherche / Texten) stellt sicher, dass Sie hochwertige journalistische Produkte anbieten, die
optimal auf die Nutzungsgewohnheiten im Netz und auf die Interessen
Ihrer Kunden abgestimmt sind. |
 |
 |
  |
Sie arbeiten crossmedial - online
als Ergänzung zu Print, TV oder Hörfunk? Dann stellen Sie sicher,
dass sich Ihr Angebot nicht in der Präsentation langweiliger und
unspezifischer Beiträge erschöpft. Konzipieren Sie systematisch bi-
oder trimedial, machen
Sie Ihr Crossmedia-Produkt erfolgreich! |
 |
 |
  |
Seien
Sie kreativ! Nutzen Sie die Möglichkeiten des Internets
als interaktives Multimedium! Entwickeln Sie neue, überraschende
Darstellungsformen, lernen Sie kreative Werkzeuge für den
Alltag kennen und sichern Sie sich so einen Vorsprung gegenüber
der Masse an Mitbewerbern! |
| |
|
  |
Was genau brauchen Sie? Gerne stelle ich Ihnen
ein maßgeschneidertes
Beratungs- oder Fortbildungsprogramm zusammen, das exakt
auf die Anforderungen und Bedürfnisse Ihres Angebotes und
Ihrer Mitarbeiter zugeschnitten ist. Fragen
kostet nix! ;-) |
| |
|
"If you think,
training is too expensive,
try incompetence!"
|
|
| |
|
|